Krieger- und Reservistenkameradschaft Högling feiert 100-Jähriges

Als Mahnung für Frieden und Freiheit und zur Erinnnerung an gefallene und vermisste Kameraden wurde der Verein 1919 ins Leben gerufen. Das Kriegerdenkmal an der St.-Margareta-Kirche erinnert an die Gefallenen und Vermissten aus Högling und Umgebung. Deshalb führte der erste Weg des Jubelvereins zu diesem Denkmal. Ruhestandspfarrer Johann Schächtl erinnerte in seiner Ansprache an die 21 Gefallenen des 1. und die 21 gefallenen und vermissten Soldaten des 2. Weltkrieges. „Wir können uns Gott sei Dank gar nicht mehr vorstellen, was das für die Familien zu Hause bedeutet hat“, betonte er. Für Bürgermeister Christian Ziegler hat das Gedenken dieser Menschen nach wie vor seine Berechtigung: „Auch wenn wir oft gar nicht mehr wissen, wer sie waren, mahnen sie doch, uns für eine friedliche Zukunft einzusetzen.“ Der Vorsitzende der KRK Högling, Hubert Meierhofer, dankte dem Patenverein, den Soldaten der Patenkompanie und vielen Fahnenabordnungen, die bereits am Samstag am Kirchenzug teilnahmen.

Beim Kirchenzug am Sonntag waren erneut zahlreiche Vereine mit ihren Fahnenabordnungen vom Festplatz aufgebrochen und marschierten zum Pfarrgarten. Dort war ein Altar unter freiem Himmel aufgebaut. Pfarrer Michael Hoch und Ruhestandspfarrer Johann Schächtl feierten den Gottesdienst. Hoch erinnerte an die vielen Krisenherde in der Welt und mahnte, den Wert des Anderen anzuerkennen. Der Verein hatte seine Fahne zum Vereinsjubiläum grundlegend restaurierten lassen. Deshalb sollte sie auch den kirchlichen Segen erhalten. Diesem Wunsch kam Pfarrer Michael Hoch gern nach und spendete der Fahne den Segen.

Heinrich Niebauer