Karwoche in der Pfarrei

Mit dem Palmsonntag begannen die Feiern der Kartage und des österlichen Triduums (Gründonnerstag, Karfreitag, Ostern). Die Palmsonntagsgottesdienste begannen mit einer Palmprozession. Von außerhalb machten sich die Gläubigen auf den Weg zu ihren Kirchen, eine Erinnerung an den Einzug Jesu in die Stadt Jerusalem.

Eine besondere Brücke in das Heilige Land wurde durch die von der KAB gebundenen und verkauften Palmzweige geschlagen. In jedem Palmbuschen ist ein kleiner Olivenbaumzweig eingebunden, die Sr. Hildegard aus Emmaus in den Tagen vor dem Palmsonntag per Post zugeschickt hatte. Die jahrelange Verbindung der Pfarrei mit den Schwestern in Emmaus Qubeibeh findet so einen schönen Ausdruck.

Beim Festgottesdienst in der Pfarrkirche bekamen die Erstkommunionkinder nach dem Passionsspiel ihr Erstkommunionkreuz überreicht. Es sei Ausdruck der Freundschaft und Zugehörigkeit zu Jesus, so Pfarrer Hoch. Jesus begegnete sein ganzes Leben lang den Menschen auf Augenhöhe. Als Kind in Bethlehem, als Zwölfjähriger im Tempel, als Prediger vom Reich Gottes. Sogar bei seinem Kreuzweg ging er auf Augenhöhe mit allen, die an seinem Kreuzweg stehen.

Nach dem Gottesdienst in der Pfarrkirche schloss sich das Fastenessen im Albertus-Magnus-Saal an. Viele nutzten die Gelegenheit, um sich zu stärken und eine Spende für „Sr. Gualberta“ und „Beit Emmaus“ zu geben. So ist das Fastenessen eine der wichtigsten Solidaritätsaktionen in der Pfarrei geworden.

Mit dem Kreuzweg der Kinder am Mittwoch in der Karwoche und den vielen Beichtgelegenheiten in der Pfarrei, stimmten sich Groß und Klein auf das bevorstehende Osterfest ein.

In der Feier des Gründonnerstags, dem Letzten Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern, begann das österliche Triduum. Die Eucharistie ist Modell für unser Leben aus dem Glauben, so Pfarrer Schächtl bei seiner Predigt. Jesus „nahm“ das Brot, „segnete“ es, „brach“ es und „gab“ es an seine Jünger. Das kann zu einem Lebensprogramm für uns Christen werden: „Ich bin genommen, gesegnet, gebrochen, gegeben“, so Pfarrer Schächtl.

Am Karfreitag stand das Leiden und Sterben des Herrn im Mittelpunkt der Betrachtung. Was bedeutet das Kreuz Jesu für den Menschen von heute? Jesus stirbt für seine Freunde – so interpretiert das Johannesevangelium das Sterben Jesu, was Pfarrer Hoch in seiner Predigt ausfaltete.

Neben dem Kirchenchor, der Jugendblaskapelle, den Lektoren und Kommunionhelfern, trugen vor allem die Mesner zur würdigen Feier der Gottesdienste bei. Auch die vielen Ministranten aus der ganzen Pfarrei hatten einen großen Anteil an den beeindruckenden Gottesdiensten. Als Dank für ihre Dienste machten sich die Ministranten am Karsamstag zum „Eierbetteln“ auf den Weg durch die Pfarrei. Sie baten die Einwohner der Ortschaften um eine finanzielle Unterstützung ihrer Ministrantenkasse.