„Charisma“ feiert 30-jähriges Bandjubiläum

An Erntedank 1988 hatte die Band ihren ersten Auftritt in der Pfarrkirche in Dürnsricht. Sicherlich waren damals nicht alle begeistert von Gruppen, die mit modernen Klängen und neuen geistlichen Liedern den Gottesdienst gestalteten. Laut wiederholte Gerald Plank von der Empore nach dem ersten Lied nur einige der Vorurteile mit denen die neuen geistlichen Lieder in ihrer Anfangszeit konfrontiert wurden. „Das ist eine Sünde gegen die Kirchenmusik“ oder „Die moderne Musik in der Kirche habe nichts Geistiges und nichts Geistliches“ waren nur zwei der harmloseren kritischen Äußerungen dieser Zeit. Heute, so Pfarrer Michael Hoch, sehe das anders aus. Moderne Kirchenlieder seien ein wichtiges Element im Gottesdienst geworden. „Charisma“ sei ein Garant für musikalische und tiefgehende Gotesdienstgestaltung. Die Band habe das richtige Gespür für jeden Anlass, für die Liturgie und die Sakralität des Gottesdienst. Immer wieder wird die Gruppe daher auch gebeten, Hochzeiten oder andere kirchliche Feiern weit über die eigene Pfarrei hinaus musikalisch zu gestalten.

„Gott hat den Menschen Talente gegeben, die sie für andere einsetzen sollen“, betonte Hoch in seiner auf das Bandjubiläum zugeschnittenen Predigt. Die kleine Maus Frederick aus dem gleichnamigen Kinderbuch von Leo Lionni, die als Maskottchen für den Gottesdienst diente, hat ein Talent, das sie von vielen unterscheidet und sie aber auch anders macht. Frederick kann Farbe und Licht in die dunkle Zeit bringen. Dieses Talent sprach Hoch auch den Musikern, Sängerinnen und Sängern von „Charisma“ zu. „Sie bringen Farbe und Licht in die Welt.“ Dies stellte die Gruppe beim von ihr musikalisch gestalteten Gottesdienst unter Beweis und wurde mit viel Applaus belohnt.

Matthias Heimler, der Organisator der Gruppe, dankte am Ende des Gottesdienstes den Unterstützern und Helfern. Er freute sich, dass der Kontakt zu vielen ehemaligen Mitgliedern noch besteht. Das gemeinsame Lied „Farben für den Winter“ der Band mit ihren ehemaligen Mitgliedern und auch zahlreichen Kindern unterstrich diese enge Verbindung. Mit den Lied „Jesus in my house“ endete der offizielle Teil des Jubiläums. Die Bandfamilie feierte anschließend bei einem gemütlichen Zusammensein im Albertus-Magnus-Saal.

Heinrich Niebauer